Wunderbare Wörterwelt

"bettifein"

Das Wort schallte durch den Raum und traf auf meine Ohren die es mit Schallgeschwindigkeit aufnahmen. Dunkle Nacht, süßer Traum. Das Geräusch von Zahnbürste auf Zähnen erklang im Hintergrund während ich von einem Zimmer ins nächste schlich. Aus Kleidern wurde Schlafanzug, aus Tag wurde Nacht. Samtweich umhüllten mich Federn, Decken und Daunen. Träge blinzelten meine Augen.

"Bist du schon bettifein?" - "Ja, Mama. Ich habe Zähne geputzt und den Schlafanzug angezogen" - "gut"

Gute Nacht.

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Final Fantasy Bücher

Unter Gamern ist "Final Fantasy" ein bekannter Begriff, unter Bücherfreunden wohl eher weniger. Die Spiele dieser Reihe faszinieren aber mitunter immer wieder durch dynamisch konzipierte Figuren und spannende Handlungen und diese Mischung bereichert nicht nur RPGs [Role-Playing (Video)Games] sondern eben auch jedes Buch...

 

Klappentext von "Das Lied des Sturms" :

Die Welt von Vana´diel ist für Abenteuer wie geschaffen. Überall gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich als Magier, Krieger, Dieb oder Ritter zu verdingen und Ruhm und Ehre zu ergattern. Aber auch der Tod lauert hinter jedem Fels und jedem Strauch.
Das muss der junge Alfred sehr schnell am eigenen Leid erfahren, als er sich unversehens im größten Abenteuer seines Lebens wieder findet. Seite an Seite mit der eigensinnigen Magierin Iris bricht er zu einer Reise auf, wie sie gefährlicher nicht sein könnte. Denn die Stämme der Orcs und Goblins haben sich erhoben und irgendwo im Hintergrund zieht eine unheimliche Macht die Fäden…

 

Meine Meinung:

Zunächst möchte ich noch erwähnen, dass verschiedene Buchreihen von Final Fantasy existieren. Die Teile beziehen sich aber alle auf das Final Fantasy XI Online Spiel und hängen untereinander mehr oder weniger zusammen. In meinem Regal stehen:

Wer hier Literatur vom feinsten erwartet wird enttäuscht. Es ist definitiv keine Buchreihe die man der Poetik wegen liest. Zum Teil hat es einfach zu viel Videospielcharakter, beispielsweise ist wirklich davon die Rede dass Iris (eine Weismagierin) die Zauberformel für "Heilen" aufsagt und dabei werden eben plump die Bezeichnungen der "Attacken" (hier also "Heilen") in den Satz gesetzt. Fast erwartet man, dass große Kämpfe Sätze wie: "und Iris erreichte Level 13!" nach sich ziehen. Hier kann ich aber Entwarnung geben ;) Für Jugendliche die die Games lieben kann ich diese Bücher aber trotzdem empfehlen. Sie sind einfach zu lesen und perfekt um mal das Gefühl zu haben, man befände sich wirklich in einer Welt von Final Fantasy. Cid (eine Figur die wohl in jedem FF-Game zu finden ist) taucht auch auf, was mich damals beim Lesen gefreut hat. Auch gefallen hat mir dass in den ersten Seiten der Bücher oft Zeichnungen der Protagonisten im Mangastil zu finden sind.

Fazit: für Fans des Videospiels durchaus zu empfehlen, ich bewerte es mit 3.5/5 Punkten.

 

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Montagsfrage - Seelen (S. Meyer)

Buchfresserchen (http://buch-fresserchen.blogspot.de/) veröffentlicht jeden Montag eine Frage rund um Bücher und dieses Mal habe ich die Ehre mitzumachen. Die Frage lautet :

Montagsfrage: Gibt es ein Buch, bei dem du nach dem Lesen sofort wusstest, dass du es noch einmal lesen würdest?

Zuallerst: ich bin kein Fan davon, Bücher mehrmals zu lesen. Wenn ich mir nach einem Buch denke, dass ich es wieder lesen werde heißt das verdammt viel. Es gibt eigentlich nur zwei Bücher, die in Frage kommen. Einmal wäre das "Der Kuss des Kjer" von Lynn Raven und die andere Option ist "Seelen von Stephenie Meyer". Wie ihr dem Titel entnehmen könnt, habe ich mich für "Seelen" entschieden. Zwar habe ich beide Bücher mehrmals gelesen (was der Oscarverleihung meines Bücherregals nahe kommt) aber dieser Titel tauchte sofort in meinem Kopf auf nachdem ich die Frage gelesen hatte. Wieso bevorzuge ich nun "Seelen"?

 

Als erstes bekommt ihr wie immer mal den Klappentext:

 

"Seit jener ersten Nacht, in der ich geschrien habe, als ich die Narbe in seinem Nacken ertastete, hat er mich nicht mehr geküsst. Will er mich nicht mehr küssen? Sollte ich ihn vielleicht küssen? Und wenn er das nicht mag? Ich überlege, ob er wirklich so gut aussieht, wie ich glaube, oder ob es mir nur so vorkommt, weil er außer mir und Jamie der einzige Mensch auf der ganzen Welt ist. Er drückt meine Hand und mein Herz donnert gegen meine Rippen. Es schmerzt, dieses Glück."

Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig - nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern.
Eine von ihnen ist Melanie. Als sie schließlich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält - und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat ...

Der ungewöhnliche Kampf zweier Frauen, die sich einen Körper teilen müssen, eine hinreißende Liebesgeschichte und die wohl erste Dreiecksgeschichte mit nur zwei Körpern.

 

 Meine Meinung:

Im Gegensatz zu Twilight überzeugt Stephenie Meyer hier mit dynamischen Charakteren, die doch tatsächlich nicht im gegenseitigen Anschmachten ihre komplette Identität und Selbstbestimmung verlieren (sorry). Melanie, Wanda, Ian, Jared, Jamie sind allesamt Figuren die man kennenlernt und die sich Stück für Stück vor den eigenen Augen entwickeln und  zum Leben erwachen. Außerdem ist die Idee schlichtweg spannend - zwei Charaktere, bzw Personen in einem Körper darzustellen klingt schwierig. Der Autorin gelingt das hier aber sehr gut! Der Ich-Erzähler ist in erster Linie Wanda, die Seele die in Melanies Körper eingepflanzt wurde. Melanie ist aber wohl mental stark und lässt sich nicht verdrängen, sodass sich eben zwei Frauen einen Körper teilen müssen. So erfährt man auch Melanies Gedanken (in kursiv gedruckt). Die Geschichte beginnt und damit auch der Kampf um´s Überleben der beiden, der Kampf den jeweils anderen zu verdrängen, der Kampf um die Liebe und letztendlich für die Liebe. Die Entwicklung von Melanie und Wanda hat mich nicht mehr losgelassen, vor allem da jede Figur interessant ist und jede Veränderung sehr authentisch passiert. Schließlich hatte ich mich längst in die Charaktere verliebt. Dieses Buch vereint viele Dinge: Fantasy, Science Fiction, Liebe und Spannung und so ist es einen Moment so spannend und gefährlich dass man mitfiebert, den anderen so schön dass man lächeln muss und im nächsten so traurig und unfair, dass man weinen könnte. Ich denke auch dass dieses Buch einem sehr viel lernt, zum Beispiel dass man nicht alle "Seelen" über einen Kamm scheren darf, dass die Individuen selten alle gleich und vor allem selten alle gleich böse sind. Dass sich Wanda letztendlich auch für die Menschen die sie liebgewonnen hat einsetzt und mit ihnen kämpft hat mir sehr gefallen, gerade ihr selbstloser Charakter und ihre Stärke beeindrucken. Ich bewerte dieses Buch mit 5/5 Punkten!

 

Meine Lieblingszitate:

 

„Es geht nicht um das Gesicht, sondern um den Ausdruck darin. Es geht nicht um die Stimme, sondern um das, was du sagst. Es geht nicht darum, wie du in diesem Körper aussiehst, sondern darum, was du damit machst. DU bist schön.“

 

"Sogar der Schmerz unseres beginnenden Todeskampfes verblasste verglichen damit. 
-Was glaubst du, was da draußen ist?-, fragte sie, während wir auf das Ende zugingen. –Was wirst du sehen, wenn wir tot sind?- 
-Nichts.- Das Wort kam klar und hart und überzeugend heraus. –Es gibt keinen Grund, warum wir vom endgültigen Tod sprechen.-
-Ihr Seelen glaubt nicht an ein Leben nach dem Tod?-
-Wir haben so viele Leben. Alles, was darüber hinausgeht, wäre… zu viel verlangt. Jedes Mal, wenn wir unseren Wirt verlassen, sterben wir einen kleinen Tod. Dann leben wir in einem anderen Wirt weiter. Wenn ich hier sterbe, ist das das Ende.- Wir schwiegen lange, während unsere Füße sich immer langsamer vorwärtsbewegen. 
-Was ist mit dir?-, fragte ich schließlich. – Glaubst du immer noch an mehr, sogar nach alledem hier?- Meine Gedanken durchkämmten Erinnerungen das Ende der menschlichen Welt.
-Ich glaube, es gibt Dinge, die einfach nicht sterben können.- In unseren Gedanken waren ihre Gesichter ganz nah und deutlich. Die Liebe, die wir für Jared und Jamie empfanden, fühlte sich unzerstörbar an. In diesem Augenblick fragte ich mich, ob der Tod stark genug war, um etwas so Lebendiges und Starkes zu vernichten. Vielleicht würde diese Liebe mit ihr zusammen weiterleben, an irgendeinem märchenhaften Ort mit perlenverziertem Tor. Nicht mit mir."

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Obsidian und Onyx (Armentrout)

alienitis

Klappentext des ersten Teils:

Als Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In dem kleinen Nest kommt sie anfangs nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Sie beschließt, bei ihren Nachbarn zu klingeln, und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber unfassbar unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau dieser Junge, dem sie von nun an aus dem Weg zu gehen versucht, ihrem Schicksal eine ganz andere Wendung geben wird …

 

Meine Meinung:

Zugegebenermaßen, ich war skeptisch als ich die Inhaltsangabe überflog. Später sollte ich erfahren dass zu Licht gewordene Außerirdische, die in einem Kaff bei West Virginia leben, die unglaublich gutaussehenden Nachbarn der Hauptprotagonistin darstellen. Kam mir komisch vor, dann jedoch erinnerte ich mich, dass glitzernde übernatürliche Jungs/Männer ja momentan der letzte Schrei sind (ist Edward denn noch sexiest man alive oder werde ich alt?). Nun gut, es war jedenfalls spät und ich brauchte meinen (Lese-) Stoff. Als ich das Buch dann auf mein ebook lud verbrachte ich die halbe Nacht lesend. Der Schreibstil ist typisch für Jugendbücher, keine Fachausdrücke die man googlen müsste und dementsprechend stört auch nichts den Lesefluss. Auch typisch ist die Konstellation in der sich die Heldin (Katy) befindet: sie befreundet sich mit der übernatürlichen Nachbarin und ihrem als unerhört attraktiv geltenden und dabei mindestens genauso unverschämten Bruder. Dass dieses Spannungsverhältnis in eine Schwärmerei gipfelt war klar, dass sich die Beziehung der beiden aber sehr authentisch über die Teile hinweg entwickelt, nicht. Dies hat mich sehr positiv überrascht (thumbs up). Allerdings lässt sich hier anmerken dass Katy jedes andere männliche Wesen nach diesem anfänglich schlechten Benehmen wohl keines Blickes mehr gewürdigt hätte. Bei Daemon wird sie aber immer wieder wegen seines athletischen Körperbaus und seinen wohl engelsgleichen Gesichtszügen schwach und nur deswegen kommt es überhaupt zu Annäherungen. Hier wäre es wohl pädagogisch wertvoller (und auch sympathischer) wenn die Protagonistin sich nicht dem arroganten Schönling hingibt, aber dafür ist dieses Buch zu typisch für das Genre.

Im zweiten Teil des Buches erstaunt die Autorin auch mit mehr Gewaltdarstellungen, es geht nicht mehr so ruhig wie im ersten Teil zu. Ich persönlich habe nichts gegen diese Entwicklung und finde das macht das Ganze spannender. Gerade "graue" (nicht gute, nicht bösartige) Charaktere sind ja oft die faszinierendsten, wobei Katy trotz ihrer steigenden Bereitschaft zu töten sehr, sehr "weiß" bleibt. Die Prioritäten ihres Charakters hat man schnell verinnerlicht und diese ändern sich auch nicht mehr, es bleibt bei "Daemon über allem".

Also zusammenfassend lässt sich sagen, dass es für das Genre typische Teile sind, diese überzeugen dabei aber durch liebenswerte Charaktere, relativ nachvollziehbare Taten und immer wieder neue Herausforderungen die auf die Katy und Daemon zukommen. Wer Fantasy mag und nichts gegen die typische Flirterei der typischen Protagonisten hat, der wird dieses außerirdische Werk von Armentrout lieben und sich, genau wie Katy etwas mit "Alienitis" infizieren ;)

Ich persönlich habe die ersten beiden Teile der Obsidianreihe durchaus genossen und freue mich auf mehr, gerade der Cliffhanger am Ende des zweiten Teils ist sehr gemein. Ich bewerte das Buch mit 4/5 Punkten

Viel Spaß beim Lesen!

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